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Jilg-Meiser, Freie Architekten
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plz 70186: 06.02.2012
Objekt (Was wollen Sie bauen): yoga studio Bauort (Wo wollen Sie bauen): stuttgart Kosten der Maßnahme : 50000 Gewünschter Beratungsumfang: Architekt, Innenarchitekt
plz 61449: 06.02.2012
Objekt (Was wollen Sie bauen): Umbau/Renovierung Reihenhaus Bauort (Wo wollen Sie bauen): 61449 Steinbach Kosten der Maßnahme : unbekannt Gewünschter Beratungsumfang: Innenarchitekt, Projektsteuerung, Bauleitung, Sanierung Sonstiges: Wir möchten ein RMH umbauen: Dachausbau, Raumvergrößerung, Badsanierung etc. und sind auf der Suche nach einem geeigneten Architeken bzw. Bauleiter. Bitte per Mail oder telefonisch ab 15 Uhr
plz 50997: 06.02.2012
Objekt (Was wollen Sie bauen): Umbau der Küche in einem EFH Bauort (Wo wollen Sie bauen): 50997 Kosten der Maßnahme : ca 10 000 Euro Gewünschter Beratungsumfang: Statiker
10.06.2010Passivbauweise auch bei Gewerbebauten Passivhäuser - Gebäude (fast) ohne HeizkostenArchitekt sorgt für: Heizkosten abschreiben!
Passivbauweise auch bei Gewerbebauten
Passivhäuser - Gebäude (fast) ohne Heizkosten
Bei Wohnhäusern ist es fast nichts neues mehr: Immer mehr davon entstehen als Passivhäuser. Als Gebäude somit, in denen ein komfortables Innenklima ohne aktives Heizungs- und Klimatisierungssystem erreicht werden kann - das Haus "heizt" und kühlt sich rein passiv, sozusagen von selbst.
Voraussetzung ist ein Jahresheizwärmebedarf von weniger als 15 kWh/(m²a). Der wird nicht etwa auf Kosten hoher zusätzlicher Verbräuche an anderen Energieträgern (z.B. Strom) erreicht. Vielmehr darf der gesamte spezifische Primärenergiebedarf pro m² Wohnfläche in einem europäischen Passivhaus 120 kWh/(m²a) (für Raumheizung, Warmwasserbereitung und Stromverbrauch) nicht überschreiten. Dies bildet die Grundlage, den verbleibenden Energiebedarf komplett durch erneuerbare Energien decken zu können. Damit wird in einem Passivhaus weniger Energie verbraucht, als in durchschnittlichen europäischen Neubauten allein an Strom und für die Warmwasserbereitung benötigt wird. Der gesamte Endenergieverbrauch eines Passivhauses ist daher um mindestens Faktor 4 geringer.
Dieser Effekt resultiert aus dem Zusammenspiel wirksamer Wärmedämmung und der Sonneneinstrahlung. So wird hoher Komfort bei niedrigen Energiekosten geschaffen. Das Gebäude wird wohnlich, wirtschaftlich nutzbar und im Bau auch finanzierbar. Eine sehr gut gedämmte Wand und stark dämmende Fenster kommen zum Einsatz. Zudem werden interne und externe Energien genutzt. Das Gebäude ist kompakt und nutzt die Erdwärme über Wärmetauscher mit einem Miniheizsystem. Eine eingebaute Lüftungsanlage sorgt für die gleichmäßige Wärmeverteilung.
Passiv-Gewerbebauten im Kommen
Wurde der Passivhaus-Effekt an Wohnbauten "ausprobiert", ermöglichen insbesondere industriell dimensionierte Lüftungsanlagen diesen Effekt auch bei Gebäuden über ca. 200 m², somit auch bei Gewerbebauten. So erstellte einer der großen deutschen Passivhaus-Anbieter, pab (Recke), das eigene Verwaltungsgebäude in dieser zukunftsorientierten Bauweise.
Interessant für die Controller in Gewerbebetrieben: Die kapitalisierten Gesamtkosten (Investitionen in das Gebäude einschließlich Planung und Haustechnik plus Betriebskosten über 30 Jahre) sind nicht höher als in einem durchschnittlichen Neubau. Im Gegenteil: Gegenwärtig wird die Passivbauweise kräftig aus öffentlichen Fördertöpfen unterstützt. Für Passivgebäude werden z.B. langfristige zinsgünstige Darlehen mit Festzinssätzen und bis zu drei tilgungsfreien Anlaufjahren gewährt, die in den ersten 10 Jahren ohne zusätzliche Kosten vorzeitig zurückgezahlt werden können. Die KfW oder das Bundesamt für Wirtschaft sind hier die richtigen Ansprechpartner. Und: zur Energieerzeugung eingesetzte Solaranlagen werden nicht nur bezuschusst, sondern liefern (z.B. im Falle pab) sogar Mehrenergie, die sich an das örtliche EVU verkaufen lässt.

Passiv bauen heißt nicht, ein technisch perfektioniertes Einheits-Bausystem hinnehmen zu müssen
Vielmehr verfügt z.B. die Firma pab Passives alternatives Bauen GmbH (Recke) über ein Netzwerk von Partner-Architekten, die vor Ort in der Region des Bauherrn arbeiten, sich mit den regionalen Gegebenheiten bestens auskennen, und das pab-System bauherrn- und bauplatzindividuell zu planen und umzusetzen verstehen. Abzuschreiben sind also nicht nur die Heizkosten, sondern auch die Einheitsbauweise. Individuelle Unternehmensgebäude in Passivbauweise sind die Zukunft des Gewerbebaus.


14-12-2009Das ArchitekteninterviewInterview Architekt : Frau Kurbjuhn, Sie sind seit Dez. 2005 Netzwerkpartnerin bei ArchitektenScout und melden regelmäßig neue Aufträge.

Gibt es ein ?Erfolgsgeheimnis%u201D oder wie gehen Sie mit den Anfragen um?

Ein Erfolgsgeheimnis gibt es nicht wirklich. Ich rufe bei den Interessanten an, und biete ein völlig unverbindliches Informationsgespräch an und vereinbare einen Termin.

Auf welche Arten von Gebäuden ist Ihr Büro spezialisiert?

Ein- und Mehrfamilienhäuser sind meine Spezialisierung.

Wie kann man sich die/ Ihre vorvertragliche Architektenberatung vorstellen, ab wann kostet es konkret Geld?

Niemals dränge ich mich auf oder ziele auf einen schnellen Vertragsabschluss. Ehrlichkeit und die Beantwortung vieler Fragen, natürlich völlig unverbindlich, sind wichtig, authentisch sollte man sein.

Thema: Kostensicherheit: Wie genau können die Kosten vorhergesehen bzw. kalkuliert werden?

Mit Erfahrung und der Festlegung der Ausführungsqualität können die Kosten ziemlich genau vorhergesehen werden.

Was sind Ihrer Meinung nach die aktuellen ?Architektur-Trends%u201D?

Ich weiß nicht, ob man von Trends sprechen kann. Die Vorstellung der Architektur richtig sich meist nach dem Intellekt und dem Portemonnaie der Kunden.

Viele Architekten haben das Thema Energiesparen im Fokus. Thema: regenerative Energien bis zum Passivhaus. Haben Sie hier auch Erfahrungen?

Das Thema Energiesparen ist das wichtigste Thema überhaupt und die damit verbundenen Kosten. ich habe damit sehr viel Erfahrung und auch bereits Passivhäuser verwirklicht.

mängelfreie Gebäude sind das Ziel jeder Planung. Was muss dabei beachtet werden- Wieso gibt es so viele Baufehler an Gebäuden?

Die Planung sollte so früh wie möglich auch die Ausführung im Fokus haben, die Ausschreibung sollte sehr genau ausgeführt werden. Die Bauüberwachung und das Miteinander mit allen am Bau Beteiligten ist sehr wichtig.

Was würden Sie jungen Kollegen, die sich grade selbstständig machen wollen, raten?

Meine Empfehlung an junge Kollegen ist, sich selber zurückzunehmen, gut zuzuhören, möglichst viele Informationen Preis zu geben und möglichst erkennen, was der Bauherr möchte. Der Bauherr sollte Vertrauen fassen können.

Vielen Dank für das Interview!

Die Fragen stellte Oliver Preikschat


29.04.2009EIN PLÄDOYER FÜR EINE VERTRÄGLICHE BRÜCKEDer wegen der geplanten Brücke drohende Ausschluß Dresdens aus dem WeltkulturerbeDie Unesco lehnt zeitgenössische Architektur nicht grundsätzlich ab - was bedeutet aber diese Formulierung? Und wie wird sie von den Fachleuten ausgelegt? Was sagt der Bürger dazu?Ein Vergleich: Die Denkmalpfleger wollten damals in Berlin die Gedächtniskirche abreißen - gegen den Willen der Bevölkerung, der sie eigentlich zu dienen haben - den Bürgern ist ihr Erhalt zu verdanken.Hätten die Denkmalpfleger dem Wiederaufbau der Frauenkirche zugestimmt? - Niemals, sondern erst auf Druck der Bevölkerung! Sie hätten lieber zeitgenössische Architektur gehabt - das, was die Unesco zwar nicht grundsätzlich ablehnt, was doch aber mit Vorbehalten belegt sein muß, aufgrund dieser gewählten Formulierung - warum aber wohl?Und wenn neben einem Denkmal neu zu bauen ist, so verlangen diese Denkmalpfleger und Wettbewerbsjuroren nach einer kontrastvollen Modernität - und nicht nach historisierenden Neubauten (die sich auch gemäß juristischer Betrachtung viel eher sich einzufügen in der Lage sind).Problematisch wird es im Fall der Waldschlößchenbrücke, die in eine beschauliche, friedvolle Natur eingefügt werden soll, und zwar in nicht historisierender Bauweise - sondern in moderner, zeitgenössischer Architektur - diese ist aber eben nicht beschaulich, sondern hart und kalt und egoistisch, und kann sich somit eben nur im Kontrast zu der Natur darstellen, trotz der gepriesenen grazilen Form, wie die Juroren loben.Architektur im traditionellen Sinn wäre hier viel behutsamer in die Auenlandschaft einfügbar - wer empfindet beispielsweise alte, historische Bauten oder Brücken als unharmonisch in die Landschaft integriert, oder gar störend, oder als Fremdkörper?Obwohl die neue Brücke, die vielleicht den allerhöchsten gestalterischen Anforderungen eines internationalen Wettbewerbes genügen mag - jedenfalls aus Sicht der planenden Befürworter, wie die Brückendesigner, Juroren und Dresdens Verwaltung, von der ja ausdrücklich eine moderne Lösung verlangt wurde - ist es zu der jetzigen, höchst unbefriedigenden Androhung des Ausschlusses vom Weltkulturerbe gekommen - im Interesse der Bürger?Die Brückenkonstruktion ist in dem Sinne auch nicht neu: sie erinnert durch die Tragbögen an die Fehmarnsundbrücke - im Gegensatz zu dort, verstellen diese Bögen hier in Dresden den weiten Blick, und lassen sie als gewöhnliche zeitgenössische Brücke erscheinen. Eine harmonische Enge mit den Elbauen einzugehen, ist die geplante Brücke mit ihren vielen aggressiven Details, wie den schrägen Fundamenten, den scharfkantigen Bogenträgern, den V-förmigen Stützen, der Ausbildung der Geländer etc. nicht in der Lage, - obwohl doch im Grunde von Allen Beteiligten gewünscht. Aber Traditionelle Architektur wird von den Fachleuten als Armutszeugnis empfunden.Die Alternative: eine niedrige, steinerne, mit vielen flachen Bögen -zwei davon über das Wasser- versehene Brücke ( deren Tragkonstruktion natürlich auch aus Stahl oder Beton bestehen kann ), mit folgenden Vorteilen:verträgliche Architektur, da traditionell im Erscheinungsbild, kein “Fremdkörper“,keine modernen, aggressiven Details, die schnell vergänglich sind,keine störenden Bauteile oberhalb des Brückenkörpers ( zwei Fahrrinnen für die gegenverkehr-liche Schifffahrt sind ohnehin erforderlich).BauplanerHerr Rainer-Michael KlotzKLOTZ VOOSEN ASSOZIIERTE

28.04.2009Feuchtigkeitsschutz: Richtiges Lüften beugt Feuchtigkeit und Schadstoffen vorArchitekten sagen : Heizenergie ist teuer und wertvoll. Daher zielen moderne Baumaßnahmen darauf ab die Gebäudehülle so dicht wie möglich auszuführen, damit die kostbare Wärme in den Räumen bleibt.
Zum Wohlfühlen gehört aber auch ein regelmäßiger Luftaustausch. Verbrauchte Luft, Gerüche und Feuchtigkeit müssen nach draußen abgeführt und durch sauerstoffreiche Frischluft ersetzt werden. Dies geschah früher über kleine Fugen und Ritzen, sozusagen ?automatisch?.
In Zeiten energiesparender, dichter Bauweise müssen Sie dem notwendigen Luftaustausch auf die Sprünge helfen und selbst für ein gesundes Wohnklima sorgen: durch richtiges Lüften.
Bei ganz geöffnetem Fenster sollten Sie so lange Stoß lüften, bis ein kompletter Luftaustausch stattgefunden hat und die Innenbauteile noch nicht ausgekühlt sind.
Woher kommt die Feuchtigkeit?
Beispiele: 15 Topfpflanzen geben pro Tag 3,6 Liter Wasser an die Raumluft ab.
3 Stunden Kochen und Nassreinigen ergeben 3 Liter Wasser. 4 Duschbäder à 15 Minuten sind weitere 2,6 Liter.
Ausreichendes Lüften verhindert Schimmel und Kopfschmerzen.
Temperatur und Feuchtegehalt der Luft bestimmen wesentlich das Wohnklima.
Luft kann Wasser in Form von Dampf aufnehmen, speichern uns als Kondensat abgeben. Die Menge des maximal aufnehmenden Wasserdampfes ist von der Lufttemperatur abhängig.
Luft von 0 °C beispielsweise kann 5 g Wasserdampf pro Kubikmeter aufnehmen, Luft von 20 °C dagegen bereits 17 g / m³.
Diese maximale aufnehmbare Wasserdampfmenge entspricht einer jeweiligen relativen Luftfeuchtigkeit von 100 %.
Umgekehrt kann die Luft bei Abkühlung die ursprüngliche Wassermenge nicht mehr speichern, der so genannte Taupunkt wird erreicht. Es entsteht Kondensat.
In Wohnräumen kann dies an den kälteren Oberflächen von Außenbauteilen geschehen, wie etwa in Zimmerecken, Fensterlaibungen oder sonstigen Kältebrücken.
Den Feuchtegehalt in Wohnräumen kann man durch richtiges Lüften beeinflussen. Die Oberflächentemperatur innen an den Außenbauteilen wird durch die Wärmedämmung der Konstruktion bestimmt.
Je besser die Wärmedämmung, desto höher ist die Innenoberflächentemperatur und desto weniger besteht die Gefahr von Kondensatbildung. Feuchteschäden, wie etwa Schimmel werden vermieden.
Architektin Ingrid Kurbjuhn


28.04.2009Aufträge für ArchitektenIn Deutschland sind rund 60.000 Architekten gelistet, die freiberuflich tätig sind.Die Tätigkeitsbereiche der eingetragenen Architekten reicht von der Planung , meist zur Einholung von Baugenehmigung, über die Detailplanung und Ausschreibung zur Bauleitung. Neubauten, Wohn.- und Gewerbebauten, sowie die Sanierung und Ergänzung von Bestandsobjekten zählt zum Leistungsumfang. Weiterhin werden auch von dieser Berufsgruppe, nach entsprechender Zusatzausbildung auch Gutachten (Bauschadens- oder Wertgutachten), oder die nun bald für alle Wohngebäude bei Vermietung oder Verkauf Pflicht werdende Energieausweise geleistet.Die Auftragssituation bleibt auch in 2008 weiter gespannt und der Konkurrenzdruck ist groß. Allzu oft hört man von unzulässigen Unterschreitungen der gesetzlich als Preisrecht geltende Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI).Zur Problemlösung halfen private Netzwerke und Empfehlungen, die jedoch selten eine systematische und regelmäßige Auftragsbeschaffung gewährleisteten.Marketing für Freiberufler ist schwierig und führt oft ein Schattendasein vom Branchenbucheintrag bis hin zum Büroschild an der Haustür. Im Bereich des Mediums Internet gibt es seit 2003 die Möglichkeit sich entsprechender Netzwerke und Empfehlungsplattformen anzuschließen und aus konkreten Kunden – bzw. Bauherrenanfragen Aufträge zu generieren.Bauwillige interessieren und informieren sich im Internet, meist bei den führenden Suchmaschinen, unter der Eingabe der Schlagworte , so genanten keywords, wie z.B: Architekt, Bauplaner in Berlin oder Bauleitung was zu beachten ist, welcher Architekt in der Nähe ist und mit welchen Kosten zu rechnen ist.Von den Plattformbetreibern, wie z.B. www.ArchitektenScout.eu wird dann , ganz oben, eine Werbung für das Netzwerk eingeblendet: „Architekt gesucht? Deutschlandweites Netzwerk empfiehlt Ihnen kostenfrei den richtigen Architekten in der Nähe“. So gelangen täglich ca. 400-500 Besucher auf die Seite und stellen ihre Anfragen die direkt an den entsprechenden Netzwerkpartner vor Ort weitergeleitet werden. Der Service ist für Bauherren kostenfrei, die Architekten refinanzieren das Internetportal mit Monatsbeiträgen. Bereits ca. 200 Architekten, auch Innen und Landschaftsarchitekten, Haustechnikplaner und Statiker nutzen diesen Service um regelmäßig an neue Kunden zu gelangen. Eine Reihe von zufriedenen Referenzpartnern zeigt, dass dieses innovative System gut funktioniert. Einen ähnlichen Service liefern die Plattformen: www.SteuerberaterScout.com, www.WerbeagenturScout.com, www.RechtsanwaltScout.com, www.HausverwalterScout.com, www.Unternehmensberaterscout.com bei anderen Freiberufler-Berufsgruppen an.

27.04.2009Architektur und EnergieAus den Zeiten, als noch nicht alle genug zu essen hatten, stammt die Geschichte von dem dicken reichen Bauern, der jeden Tag Wurst und Speck aß und dennoch frühzeitig sterben musste. Häuser sind in gewisser Hinsicht wie Menschen – auch bei ihnen muss alles gut abgestimmt sein, damit sie uns gefallen und nützlich sind, ohne aufwendige Bedienung auskommen, nicht allzu großen Aufwand verursachen, nicht leer stehen, unter ihren Baukosten verkauft oder gar abgerissen werden müssen ohne dass sie sich amortisiert haben. Viele erinnern aber heute noch sehr an den dicken Bauern – sie sind schlecht angezogen, haben einen zu großen Umfang nebst unnützen Vorsprüngen und verschlingen eine Menge Energie. Das kommt daher, dass man bei ihrer Planung bzw. ihrer Renovierung nicht alle, sondern nur einzelne ihrer zum Wohlbefinden erforderlicher Eigenschaften beachtete.So wurden im Mittelalter feste Burgen gebaut, die zwar einen gewissen Schutz boten, aber deren Errichtung äußerst aufwendig war und die den Bewohnern nur spärlichen Komfort boten – noch weniger die jämmerlichen Landarbeiterkaten und bescheidenen Bauern- oder Fischerhäuser, deren Errichtung dafür aber weniger Kraft kosteten. In der Neuzeit hatte man dann gelernt, Häuser entsprechend den jeweiligen Bedürfnissen zweckmäßig, haltbar und schön zu bauen. Wenn diese, schon von dem antiken Vitruv erwähnten Ziele der Architektur erreicht waren, gab man sich bereits zufrieden – wobei von utilitas, firmitas und venustas wenigstens hierzulande nur der mittlere Begriff einigermaßen verstanden wurde, während die anderen beiden Fremdwörter blieben, unter denen sich jeder etwas anderes vorstellte. Sehen wir uns diesbezüglich mal den Massenwohnungsbau an, dessen Ergebnis auch heute noch einen erheblichen Teil unserer gebauten Umwelt ausmacht – beispielsweise die Arbeitersiedlungshäuser der dreißiger Jahre, die hier in Neubrandenburg im Vogelviertel erhalten geblieben sind: Sie stehen heute noch, daher scheint mit der Statik alles in Ordnung zu sein. Ihr Aussehen ist so, dass sie zwar niemals als Sehenswürdigkeiten der Stadt erwähnt werden, aber anderseits beleidigen Sie das Auge auch nicht – man kann mit ihnen auskommen. Wie steht es aber mit der Zweckmäßigkeit? Wie erfüllen die Häuser die Bedürfnisse der Bewohner nach Brauchbarkeit und Bequemlichkeit bzw. das Ziel der Besitzer, sich mit möglichst geringem Aufwand möglichst großen Nutzen und Gewinn zu verschaffen?Damit Wohnungen wohnlich sind, müssen sie nicht nur entsprechend angeordnete Räume in der den Bedürfnissen angepassten Größe haben, sondern man muss es auch in ihnen aushalten können. Letzteres wird vor allem durch die Gewährleistung einer als angenehm empfundenen Temperatur, ausreichende Durchlüftung, Versorgung auch mit Warmwasser und Gewährleistung der benötigten Belichtung erreicht. Während die Architekten es verstehen, die erste Aufgabe entsprechend dem jeweils geforderten Standart zu lösen, wurde die zweite bisher noch vernachlässigt. Obwohl schon seit geraumer Zeit bekannt ist wie die energetischen Aufgaben bewältigt werden können, befinden sich die entsprechenden Lösungen bei den meisten Häusern auch heute noch fast auf mittelalterlichem Niveau – im Gegensatz zu etwa der Fahrzeugindustrie. Obwohl diese wesentlich jünger ist als das Bauwesen, wurden die Autos im Laufe der hundert Jährlein, die seit ihrer Erfindung vergangen sind, so durchtüftelt, dass sie bei minimalem Treibstoffverbrauch ein Maximum an Leistung und Komfort bringen. Die Folge: Bei uns wird gegenwärtig noch 40% des gesamten Primärenergieverbrauchs für Raumwärme verschwendet, und das, obwohl es jetzt schon vereinzelte Passivhäuser gibt, die gegenüber der konventionellen Bauweise 80 % Energie einsparen und sich obendrein noch infolge des gut funktionierenden Lüftungssystems durch eine höhere thermische Behaglichkeit auszeichnen. Wenn man sich solche Häuser, wie sie beispielsweise im Vogelviertel stehen, näher ansieht, ist das kein Wunder. Sie wurden so gebaut, wie es damals erschwinglich und praktisch war: 38er Ziegelwände, nicht besonders luftdicht in die Außenwände eingebaute Einfach- bestenfalls Kastenfenster mit Eisblumen im Winter, ungedämmte Massivdecke in Form einer Preußischen Kappe (schwach gewölbte Ziegel zwischen Stahlträgern) zum unbeheizten Keller, Holzbalkendecke mit Lehmauffüllung, kaum gedämmte Kehlbalkendecke zum Spitzboden. Solche Häuser sind nur warm zu kriegen, wenn sie gut geheizt werden. Früher qualmten die Schornsteine. Inzwischen ist die Ofenheizung durch Zentralheizung und Fernheizung ersetzt worden – der Energieverbrauch hat sich dadurch aber nicht verringert. Die Leute waren froh, dass sie überhaupt ein Dach überm Kopf hatten; wenn die Briketts nicht reichten, heizten sie damals eben nicht. Es entstanden natürlich auch anders gebaute Häuser wie etwa protzige Fabrikantenvillen, städtische Mehrfamilienhäuser und vieles anderes mehr. Aber auch die haben mit den beschriebenen das Gemeinsame, dass man in die zweckmäßige Planung den späteren Energieverbrauch nicht einbezog. Besonders wurde diesbezüglich in solchen Zeiten gesündigt, wo kurzfristig mit möglichst geringem Aufwand die Wohnungsfrage gelöst werden musste – wie etwa in den Nachkriegsjahren. Die Wirtschaftlichkeit eines Hauses beruht eben nicht nur auf den Baukosten, sondern auch auf den Betriebskosten. Spätestens als die Energiekosten plötzlich anstiegen wie während den Ölkrisen 1973 und 1979, merkte man, dass es unwirtschaftlich ist so billig wie möglich zu bauen. Vor allem eine unzureichend gedämmte Gebäudehülle, aber auch wärmetechnisch nicht durchdachte Bauformen und uneffiziente Heizungs- und Lüftungsanlagen verursachen solch hohe Betriebskosten, dass diese nicht durch niedrigere Baukosten kompensieret werden können. Heute hat man verstanden, dass wir nicht reich genug sind, um weiter so billig bauen zu können - und dementsprechend wurden sporadisch sich verschärfende Verordnungen erlassen, welche den Energieverbrauch einschränken sollen: Die sich von Mal zu Mal verschärfenden Wärmeschutzverordnungen 1977,1982 und 1995, die Energieeinsparverordnungen 2001, 2007 und 2009. Die EnEV2009 wurde am 18.03.09 beschlossen.Der überwiegende Anteil unseres Wohnbestandes wurde jedoch bereits vor dem Inkrafttreten dieser Gesetze geschaffen, ca. 80% des Gebäudebestandes in Deutschland kann als Altbaubestand bezeichnet werden. Um ihn auf das zeitgenössische und jetzt gesetzlich vorgeschriebene Niveau zu bringen, müssen die Häuser rekonstruiert werden – denn Gebäude sind nun mal wesentlich teurer als Autos. Abwrackprämien für ihren Abriss sind nicht zu erwarten.Damit die erforderlichen Maßnahmen sich lohnen, müssen sie wohlüberlegt sein, muss u. a. eine auf der Grundlage einer lückenlosen Bestandsaufnahme fußende Bilanz zwischen der wünschenswerten Einsparung an Energie und den für diese notwendigen Rekonstruktionskosten aufgestellt werden. Dazu dient die jetzt verfügbare Gebäudeenergieberatung, die vom Staat gefördert wird, da die aus ihr resultierenden Maßnahmen nicht nur im Interesse der Hausbesitzer, sondern auch der Allgemeinheit sind - Sie tragen zur Reduzierung des Primärenergieverbrauchs, zur Verminderung des CO2-Ausstoßes und damit zum Umweltschutz bei. Obwohl infolge des riesigen Bestandes an Altbauten ein großer Bedarf an Gebäudeenergieberatung zu erwarten ist und die Architekten die erforderlichen Grundkenntnisse zur allseitigen Erfassung der Gebäudesubstanz besitzen, gibt es zur Zeit noch wenige, die sich die erforderlichen zusätzliche Qualifikation angeeignet haben, um entsprechend den Vorschriften des Gesetzesgebers als Gebäudeenergieberater tätig sein zu können und das Recht haben, einen den Förderungsrichtlinien entsprechenden Beratungsbericht zu verfassen. Einen von ihnen kann man im Internet unter www.brunies.de aufrufen.Mit der Beachtung der Energieeffizienz ist das Ziel der Bauplanung um ein neues Element erweitert worden, das auch auf die Formgebung nicht ohne Einfluss sein wird. Denn auch die Gebäudeform hat Einfluss auf den Energieverbrauch. Beispielsweise ist bekannt, dass spitz- und rechtwinklig aufeinanderstoßende Außenwände geometrische Wärmebrücken bilden. Was spricht also dagegen, auch die Gebäudeecken von Wohnhäusern auszurunden, wie es bei manchen Museen und anderen unikalen Gesellschaftsbauten zu sehen ist - etwa an den Le Corbusier-Kirchen Notre-Dame-du-Haut de Ronchamp und Sainte Pierre? Gewiss ist die Bauausführung rechtwinkliger Gebäudeecken einfacher, zumal sich die Bauindustrie sich so etwas zwar schon angeeignet hat, aber noch nicht so, dass es in jedem beliebigem Fall wirtschaftlich ist - wie auch solche für Passivhäuser erforderlichen Bauelemente wie Fenster mit Dreischeibenverglasung in Warmrahmen und andere Bauelemente, welche die thermische Qualität der Gebäudehülle verbessern. Daher sind Passivhäuser gegenwärtig noch ca.10% teurer als andere. Das liegt aber nur daran, dass die Massenproduktion solcher Elemente noch nicht in Gang gekommen ist. Aber auch heute ist schon in den meisten Fällen die teurere, aber energieeffiziente Bauweise bei Neu- und Umbauten wirtschaftlich gerechtfertigt, da sie durch die niedrigeren Betriebskosten kompensiert werden.Um sagen zu können, was sich lohnt und was nicht, ist allerdings eine sorgfältige Analyse des betreffenden Gebäudes erforderlich, die aber vertretbar ist, da durch die richtigen Maßnahmen Kosten eingespart werden. Wenn die Autoindustrie die bei der Herstellung größeren Aufwand verursachenden, dafür aber bei der Nutzung effizienteren Lösungen bevorzugt – warum soll das dann bei der Bauindustrie nicht auch möglich sein?Alle Zweige des menschlichen Schaffens entwickeln sich dadurch, dass man sie immer komplexer versteht. Immer neue Teilgebiete treten in den Fordergrund, müssen in die Überlegungen mit einbezogen werden und führen zu weiterer Spezialisierung und Kooperation. Heute ist es die Einbeziehung der Energieeffizienz in die Planung der Gebäude und damit ein erweitertes Verständnis ihres Zweckes. Von hier und heute geht eine Epoche der Baugeschichte aus und wir können sagen, dass wir dabei sind - es wurde jetzt offensichtlich, dass zu einer guten Bauplanung auch die Minimierung des Energieverbrauchs gehört.Diplomingenieur Hans-Dietrich Brunieswww.brunies.de

Kunst am Bau
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StichworteBaukunstArchitektur,Architekten
Teil 1
Kunst am Bau - diese Gestaltungsform existiert seit Jahrtausenden. Begonnen haben die Menschen der Urzeiten mit zeichenhaften Darstellungen in ihren Höhlen, es wurden Gräber malerisch ausgestaltet. Die Griechen und Römer haben ihre Tempel verziert, teilweise wurden wundervolle und ausladende Mosaiken erschaffen.
Die Renaissance brachte später besonders kunstvolle und beeindruckende Werke von uns allen bekannten und zu Recht gefeierten Künstlern und Architekten hervor. Im Barock wurden die Wandgemälde immer voluminöser und auch pompöser.
Der Jugendstil verwendete immer wieder reizende, florale Motive, um die Bauwerke leichter und beschwingter werden zu lassen.
Oft wurde in allen Epochen die Wandmalerei als zusätzlicher Schmuck verwendet, der nachträglich angebracht wurde. Es gibt jedoch auch viele sehr eindrucksvolle Bauten, die bereits von Beginn an eine Einheit aus Baukunst und Malerei bildeten.
Großartige Persönlichkeiten wie Karl Friedrich Schinkel waren sogar Meister in mehreren Disziplinen, Gebautes und Gemaltes hat er beeindruckend erschaffen.
Seit den 20 – er Jahren des 20. Jahrhunderts jedoch ist es still geworden. Unsere zeitgenössische Architektur hat sich zwar teilweise sehr erfreulich aus den Untiefen einer falsch interpretierten Moderne, Postmoderne und dem Dekonstruktivismus emporentwickelt.
Aber, ist damit die Kunst zurückgekommen? Kunst wie sie von Mäzenen, von den Kirchen, den politischen Bauherren und Herrschern gefordert und gefördert wurde gibt es schon lange nicht mehr.
Wir sehen immer wieder die Versuche der verordneten Staatsbaukunst. Aktuell werden wir z.B. mit den monumentalen Bauwerken der neuen Regierungsdarstellung in Berlin konfrontiert: Hier ist der Auswahlprozess jedoch so abgesprochen und für fast alle Künstler der Republik unzugänglich, dass das Ergebnis ebenfalls nur sehr starr und ungelenk daherkommt. Es werden Installationen ausgedacht oder Bilder bestellt, die überall funktionieren. Diese machen den Ort nicht zu etwas Außergewöhnlichem oder Unverwechselbarem. Wir haben es hier mit dem hochpreisigen Mainstream zu tun, der für viel Geld in den meisten renommierten Auktionshäusern zu ersteigern ist.
Kunst am Bau jedoch bedeutet etwas anderes, und zwar abgekoppelt von einem Bausummenanteil in Höhe von 2 %, wie er für öffentliche Bauten verordnet ist.
Der Verfasser dieses Beitrags möchte anregen. Bauherren und auch Eigentümer von Bestandsimmobilien, Betreiber von Hotels und Büros, Privatleute aus allen Bereichen haben viele Möglichkeiten, Ihren Bauvorhaben und Gebäuden eine unverwechselbares Gesicht zu verleihen. Unglückliche bauliche Gestaltungen können ausgeglichen werden, Gebäude fangen wieder an, zu sprechen und sich mitzuteilen.
In dem 2. Teil des Beitrags werden diese Möglichkeiten der direkten Gestaltung im Einklang mit der Planung oder nach Fertigstellung und auch die Möglichkeiten zum verbesserten Immobilienmarketing vorgestellt.
Der Verfasser, der Architekt Matthias Brandner, ist Inhaber eines Ateliers für Planung www.cmb-architecture.de sowie des Ateliers für Kunst www.atelier-brandner.de in Berlin.
MATTHIAS BRANDNER
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