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Heizkosten abschreiben!
Passivbauweise auch bei Gewerbebauten
Passivhäuser - Gebäude (fast) ohne Heizkosten
Bei Wohnhäusern ist es fast nichts neues mehr: Immer mehr davon entstehen als Passivhäuser. Als Gebäude somit, in denen ein komfortables Innenklima ohne aktives Heizungs- und Klimatisierungssystem erreicht werden kann - das Haus "heizt" und kühlt sich rein passiv, sozusagen von selbst.
Voraussetzung ist ein Jahresheizwärmebedarf von weniger als 15 kWh/(m²a). Der wird nicht etwa auf Kosten hoher zusätzlicher Verbräuche an anderen Energieträgern (z.B. Strom) erreicht. Vielmehr darf der gesamte spezifische Primärenergiebedarf pro m² Wohnfläche in einem europäischen Passivhaus 120 kWh/(m²a) (für Raumheizung, Warmwasserbereitung und Stromverbrauch) nicht überschreiten. Dies bildet die Grundlage, den verbleibenden Energiebedarf komplett durch erneuerbare Energien decken zu können. Damit wird in einem Passivhaus weniger Energie verbraucht, als in durchschnittlichen europäischen Neubauten allein an Strom und für die Warmwasserbereitung benötigt wird. Der gesamte Endenergieverbrauch eines Passivhauses ist daher um mindestens Faktor 4 geringer.
Dieser Effekt resultiert aus dem Zusammenspiel wirksamer Wärmedämmung und der Sonneneinstrahlung. So wird hoher Komfort bei niedrigen Energiekosten geschaffen. Das Gebäude wird wohnlich, wirtschaftlich nutzbar und im Bau auch finanzierbar. Eine sehr gut gedämmte Wand und stark dämmende Fenster kommen zum Einsatz. Zudem werden interne und externe Energien genutzt. Das Gebäude ist kompakt und nutzt die Erdwärme über Wärmetauscher mit einem Miniheizsystem. Eine eingebaute Lüftungsanlage sorgt für die gleichmäßige Wärmeverteilung.
Passiv-Gewerbebauten im Kommen
Wurde der Passivhaus-Effekt an Wohnbauten "ausprobiert", ermöglichen insbesondere industriell dimensionierte Lüftungsanlagen diesen Effekt auch bei Gebäuden über ca. 200 m², somit auch bei Gewerbebauten. So erstellte einer der großen deutschen Passivhaus-Anbieter, pab (Recke), das eigene Verwaltungsgebäude in dieser zukunftsorientierten Bauweise.
Interessant für die Controller in Gewerbebetrieben: Die kapitalisierten Gesamtkosten (Investitionen in das Gebäude einschließlich Planung und Haustechnik plus Betriebskosten über 30 Jahre) sind nicht höher als in einem durchschnittlichen Neubau. Im Gegenteil: Gegenwärtig wird die Passivbauweise kräftig aus öffentlichen Fördertöpfen unterstützt. Für Passivgebäude werden z.B. langfristige zinsgünstige Darlehen mit Festzinssätzen und bis zu drei tilgungsfreien Anlaufjahren gewährt, die in den ersten 10 Jahren ohne zusätzliche Kosten vorzeitig zurückgezahlt werden können. Die KfW oder das Bundesamt für Wirtschaft sind hier die richtigen Ansprechpartner. Und: zur Energieerzeugung eingesetzte Solaranlagen werden nicht nur bezuschusst, sondern liefern (z.B. im Falle pab) sogar Mehrenergie, die sich an das örtliche EVU verkaufen lässt.

Passiv bauen heißt nicht, ein technisch perfektioniertes Einheits-Bausystem hinnehmen zu müssen
Vielmehr verfügt z.B. die Firma pab Passives alternatives Bauen GmbH (Recke) über ein Netzwerk von Partner-Architekten, die vor Ort in der Region des Bauherrn arbeiten, sich mit den regionalen Gegebenheiten bestens auskennen, und das pab-System bauherrn- und bauplatzindividuell zu planen und umzusetzen verstehen. Abzuschreiben sind also nicht nur die Heizkosten, sondern auch die Einheitsbauweise. Individuelle Unternehmensgebäude in Passivbauweise sind die Zukunft des Gewerbebaus.

10.06.2010
Passivhaus Gewerbebau
Passivbauweise auch bei Gewerbebauten Passivhäuser - Gebäude (fast) ohne Heizkosten
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Eveline
Jilg-Meiser
Jilg-Meiser, Freie Architekten
Mainhausen
Friedensstraße 13B
Jilg-Meise
63533
06182
897218
06182
897219
www.jilg-meiser.de
emeiser@aol.com
Planung und Bauleitung / Projektentwicklung / Bauen im Bestand / Immobilienbewertung / Gutachten/Projektstudien/Standortuntersuchungen / Betreuung von geförderten Neubauvorhaben / Energieberatung / Energiepass-Ausstellung / Passivhaus-Beratung / Energetische Sanierung
Architekt
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Frau Kurbjuhn, Sie sind seit Dez. 2005 Netzwerkpartnerin bei ArchitektenScout und melden regelmäßig neue Aufträge.

Gibt es ein “Erfolgsgeheimnis%u201D oder wie gehen Sie mit den Anfragen um?

Ein Erfolgsgeheimnis gibt es nicht wirklich. Ich rufe bei den Interessanten an, und biete ein völlig unverbindliches Informationsgespräch an und vereinbare einen Termin.

Auf welche Arten von Gebäuden ist Ihr Büro spezialisiert?

Ein- und Mehrfamilienhäuser sind meine Spezialisierung.

Wie kann man sich die/ Ihre vorvertragliche Architektenberatung vorstellen, ab wann kostet es konkret Geld?

Niemals dränge ich mich auf oder ziele auf einen schnellen Vertragsabschluss. Ehrlichkeit und die Beantwortung vieler Fragen, natürlich völlig unverbindlich, sind wichtig, authentisch sollte man sein.

Thema: Kostensicherheit: Wie genau können die Kosten vorhergesehen bzw. kalkuliert werden?

Mit Erfahrung und der Festlegung der Ausführungsqualität können die Kosten ziemlich genau vorhergesehen werden.

Was sind Ihrer Meinung nach die aktuellen “Architektur-Trends%u201D?

Ich weiß nicht, ob man von Trends sprechen kann. Die Vorstellung der Architektur richtig sich meist nach dem Intellekt und dem Portemonnaie der Kunden.

Viele Architekten haben das Thema Energiesparen im Fokus. Thema: regenerative Energien bis zum Passivhaus. Haben Sie hier auch Erfahrungen?

Das Thema Energiesparen ist das wichtigste Thema überhaupt und die damit verbundenen Kosten. ich habe damit sehr viel Erfahrung und auch bereits Passivhäuser verwirklicht.

mängelfreie Gebäude sind das Ziel jeder Planung. Was muss dabei beachtet werden- Wieso gibt es so viele Baufehler an Gebäuden?

Die Planung sollte so früh wie möglich auch die Ausführung im Fokus haben, die Ausschreibung sollte sehr genau ausgeführt werden. Die Bauüberwachung und das Miteinander mit allen am Bau Beteiligten ist sehr wichtig.

Was würden Sie jungen Kollegen, die sich grade selbstständig machen wollen, raten?

Meine Empfehlung an junge Kollegen ist, sich selber zurückzunehmen, gut zuzuhören, möglichst viele Informationen Preis zu geben und möglichst erkennen, was der Bauherr möchte. Der Bauherr sollte Vertrauen fassen können.

Vielen Dank für das Interview!

Die Fragen stellte Oliver Preikschat
14-12-2009
Architekt, Interview, Aufträge, Architektur
Das Architekteninterview
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Architektin Ingrid
Kurbjuhn
OPTIMAL Planen und Bauen
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Planung, Sanierung, Bauleitung, Energieberatung
Architekt
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Der wegen der geplanten Brücke drohende Ausschluß Dresdens aus dem WeltkulturerbeDie Unesco lehnt zeitgenössische Architektur nicht grundsätzlich ab - was bedeutet aber diese Formulierung? Und wie wird sie von den Fachleuten ausgelegt? Was sagt der Bürger dazu?Ein Vergleich: Die Denkmalpfleger wollten damals in Berlin die Gedächtniskirche abreißen - gegen den Willen der Bevölkerung, der sie eigentlich zu dienen haben - den Bürgern ist ihr Erhalt zu verdanken.Hätten die Denkmalpfleger dem Wiederaufbau der Frauenkirche zugestimmt? - Niemals, sondern erst auf Druck der Bevölkerung! Sie hätten lieber zeitgenössische Architektur gehabt - das, was die Unesco zwar nicht grundsätzlich ablehnt, was doch aber mit Vorbehalten belegt sein muß, aufgrund dieser gewählten Formulierung - warum aber wohl?Und wenn neben einem Denkmal neu zu bauen ist, so verlangen diese Denkmalpfleger und Wettbewerbsjuroren nach einer kontrastvollen Modernität - und nicht nach historisierenden Neubauten (die sich auch gemäß juristischer Betrachtung viel eher sich einzufügen in der Lage sind).Problematisch wird es im Fall der Waldschlößchenbrücke, die in eine beschauliche, friedvolle Natur eingefügt werden soll, und zwar in nicht historisierender Bauweise - sondern in moderner, zeitgenössischer Architektur - diese ist aber eben nicht beschaulich, sondern hart und kalt und egoistisch, und kann sich somit eben nur im Kontrast zu der Natur darstellen, trotz der gepriesenen grazilen Form, wie die Juroren loben.Architektur im traditionellen Sinn wäre hier viel behutsamer in die Auenlandschaft einfügbar - wer empfindet beispielsweise alte, historische Bauten oder Brücken als unharmonisch in die Landschaft integriert, oder gar störend, oder als Fremdkörper?Obwohl die neue Brücke, die vielleicht den allerhöchsten gestalterischen Anforderungen eines internationalen Wettbewerbes genügen mag - jedenfalls aus Sicht der planenden Befürworter, wie die Brückendesigner, Juroren und Dresdens Verwaltung, von der ja ausdrücklich eine moderne Lösung verlangt wurde - ist es zu der jetzigen, höchst unbefriedigenden Androhung des Ausschlusses vom Weltkulturerbe gekommen - im Interesse der Bürger?Die Brückenkonstruktion ist in dem Sinne auch nicht neu: sie erinnert durch die Tragbögen an die Fehmarnsundbrücke - im Gegensatz zu dort, verstellen diese Bögen hier in Dresden den weiten Blick, und lassen sie als gewöhnliche zeitgenössische Brücke erscheinen. Eine harmonische Enge mit den Elbauen einzugehen, ist die geplante Brücke mit ihren vielen aggressiven Details, wie den schrägen Fundamenten, den scharfkantigen Bogenträgern, den V-förmigen Stützen, der Ausbildung der Geländer etc. nicht in der Lage, - obwohl doch im Grunde von Allen Beteiligten gewünscht. Aber Traditionelle Architektur wird von den Fachleuten als Armutszeugnis empfunden.Die Alternative: eine niedrige, steinerne, mit vielen flachen Bögen -zwei davon über das Wasser- versehene Brücke ( deren Tragkonstruktion natürlich auch aus Stahl oder Beton bestehen kann ), mit folgenden Vorteilen:verträgliche Architektur, da traditionell im Erscheinungsbild, kein “Fremdkörper“,keine modernen, aggressiven Details, die schnell vergänglich sind,keine störenden Bauteile oberhalb des Brückenkörpers ( zwei Fahrrinnen für die gegenverkehr-liche Schifffahrt sind ohnehin erforderlich).BauplanerHerr Rainer-Michael KlotzKLOTZ VOOSEN ASSOZIIERTE
29.04.2009
Architekt Architektur Planung Denkmalschutz
EIN PLÄDOYER FÜR EINE VERTRÄGLICHE BRÜCKE
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Assoziierte
Klotz Voosen
Berlin
Friedrichstr.
95
10117
architekten@klotz-voosen-ass.de
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Heizenergie ist teuer und wertvoll. Daher zielen moderne Baumaßnahmen darauf ab die Gebäudehülle so dicht wie möglich auszuführen, damit die kostbare Wärme in den Räumen bleibt.
Zum Wohlfühlen gehört aber auch ein regelmäßiger Luftaustausch. Verbrauchte Luft, Gerüche und Feuchtigkeit müssen nach draußen abgeführt und durch sauerstoffreiche Frischluft ersetzt werden. Dies geschah früher über kleine Fugen und Ritzen, sozusagen „automatisch“.
In Zeiten energiesparender, dichter Bauweise müssen Sie dem notwendigen Luftaustausch auf die Sprünge helfen und selbst für ein gesundes Wohnklima sorgen: durch richtiges Lüften.
Bei ganz geöffnetem Fenster sollten Sie so lange Stoß lüften, bis ein kompletter Luftaustausch stattgefunden hat und die Innenbauteile noch nicht ausgekühlt sind.
Woher kommt die Feuchtigkeit?
Beispiele: 15 Topfpflanzen geben pro Tag 3,6 Liter Wasser an die Raumluft ab.
3 Stunden Kochen und Nassreinigen ergeben 3 Liter Wasser. 4 Duschbäder à 15 Minuten sind weitere 2,6 Liter.
Ausreichendes Lüften verhindert Schimmel und Kopfschmerzen.
Temperatur und Feuchtegehalt der Luft bestimmen wesentlich das Wohnklima.
Luft kann Wasser in Form von Dampf aufnehmen, speichern uns als Kondensat abgeben. Die Menge des maximal aufnehmenden Wasserdampfes ist von der Lufttemperatur abhängig.
Luft von 0 °C beispielsweise kann 5 g Wasserdampf pro Kubikmeter aufnehmen, Luft von 20 °C dagegen bereits 17 g / m³.
Diese maximale aufnehmbare Wasserdampfmenge entspricht einer jeweiligen relativen Luftfeuchtigkeit von 100 %.
Umgekehrt kann die Luft bei Abkühlung die ursprüngliche Wassermenge nicht mehr speichern, der so genannte Taupunkt wird erreicht. Es entsteht Kondensat.
In Wohnräumen kann dies an den kälteren Oberflächen von Außenbauteilen geschehen, wie etwa in Zimmerecken, Fensterlaibungen oder sonstigen Kältebrücken.
Den Feuchtegehalt in Wohnräumen kann man durch richtiges Lüften beeinflussen. Die Oberflächentemperatur innen an den Außenbauteilen wird durch die Wärmedämmung der Konstruktion bestimmt.
Je besser die Wärmedämmung, desto höher ist die Innenoberflächentemperatur und desto weniger besteht die Gefahr von Kondensatbildung. Feuchteschäden, wie etwa Schimmel werden vermieden.
Architektin Ingrid Kurbjuhn
28.04.2009
Feuchteschäden Lüften
Feuchtigkeitsschutz: Richtiges Lüften beugt Feuchtigkeit und Schadstoffen vor
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Architektin Ingrid
Kurbjuhn
OPTIMAL Planen und Bauen
Möhnesee
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ingrid.kurbjuhn@t-online.de
Planung, Sanierung, Bauleitung, Energieberatung
Architekt
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